Sicher Autofahren mit Bootsanhänger

boot-anhaengerBootsanhänger bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht dürfen mit dem Besitz der Führerscheinklasse 3 gezogen werden. Um Bootsanhänger, die schwerer sind, mit dem PKW zu ziehen, bedarf es der Führerscheinklassen BE und C1. Jeder Bootsanhänger muss angemeldet und mit einem amtlichen Kennzeichen versehen sein. Um die Sicherheit beim Fahren mit einem Bootsanhänger zu gewährleisten sind, wie beim Kraftfahrzeug auch, Hauptuntersuchungen in Intervallen von 2 Jahren notwendig. Des Weiteren empfiehlt es sich, eine Haftpflichtversicherung für Bootsanhänger abzuschliessen wie bei www.caravella.de, sofern diese nicht schon vorgeschrieben sein sollte. Grundsätzlich gilt beim Mitführen eines Anhängers zu beachten: Das Leergewicht des Fahrzeuges ist der Referenzwert des Gesamtgewichtes des Anhängers. Nur bei einigen wenigen Fahrzeugen gibt es diesbezüglich eine Ausnahme. Exakte Angaben dazu finden sich im Fahrzeugbrief. In der Regel liegt die Anhängerlast eines Mittelklasseautos mit Dieselmotor bei etwa 2000 Kilogramm.

Maße für Anhänger

Die maximale Breite, welche ein Anhänger in Deutschland (unterschiedlich innerhalb der EU) messen darf, liegt bei 2,55 Meter. Die maximale Länge liegt bei 18 Metern. Dies gilt in allen EU-Ländern mit Ausnahme von Serbien (15 Meter).

Geschwindigkeit beachten

Beim Fahren mit einem Bootsanhänger sollte jedem Fahrer klar sein, dass ein Anhänger bei zu hoher Geschwindigkeit leicht ins Schlingern geraten kann, insbesondere dann, wenn der Anhänger falsch Beladen wurde. Bei Letzterem ist bereits die vorgeschriebene Geschwindigkeit ausreichend, um einen Unfall zu verursachen.

Hilfsmittel gegen Schlingernde Bootsanhänger

Das technisches Hilfsmittel „ESP“ kann das Schlingern durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder am Zugfahrzeug, sowie das Aufschaukeln verhindern. Sogenannte Antischlingerkupplungen, Anhänger-ESP und AL-KO Trailer Control arbeiten ebenso effektiv und lassen sich relativ günstig nachrüsten. Dank dieser Systeme können gefährliche Schlingerbewegungen ausgeglichen und somit die Fahrstabilität des Gespanns merklich verbessert werden.

Niemals Gegenlenken

Im ungünstigen Fall, dass das Gespann doch einmal ins Schlingern geraten sollte und sich aufschaukelt, hilft ein beherzter Tritt auf die Bremse, um dadurch schnell die kritische Geschwindigkeit zu verringern. Auf gar keinen Fall sollte der Versuch unternommen werden, das Gespann durch Gegenlenken stabilisieren zu versuchen!

Fahrsicherheitsstraining

Allen Fahranfänger rät der ADAC, ein spezielles Fahrsicherheitstraining absolvieren, um die Sicherheit beim Autofahren mit einem Bootsanhänger zu gewährleisten. Auch erfahrenen Autofahrern empfiehlt sich ein solches Training, denn bei den Übungen werden das Manövrieren und Ausweichen oder auch das Rückwärtsfahren mit Anhänger gezielt trainiert. Zudem wird wichtiges Grundwissen, wie beispielsweise „Tipps zur Handhabung eines Bootsanhängers“ vermittelt.

Bergfahrten mit Bootsanhänger

Zugfahrzeuge mit einem Automatikgetriebe sind hier die besseren Kletterer. Ihr Vorteil macht sich insbesondere bei Berganfahrten bemerkbar. Generell hilft es beim Anfahren, das Gespann schräg zur Steigung zu stellen und so in der Ebene zu rollen. Bergab wird derselbe (niedrige) Gang genutzt, wie bergauf, um den Motor mit bremsen zu lassen und die Bremsen am Fahrzeug zu entlasten. Bei steilen Abfahrten sollte der Bootsanhänger immer gut im Auge behalten werden, besonders dann, wenn der Anhänger mit einer Auflaufbremse ausgestattet ist. Diese ist hierbei nämlich ständig im Einsatz und kann leicht heiß laufen.

Kurvenfahrten mit Anhänger

Bei Kurvenfahrten mit einem Bootsanhänger sollte jedem Fahrer bewußt sein, dass der Anhänger hier in einem kleineren Radius fährt als das Zugfahrzeug. Generell lautet die Regel bei Kurvenfahrten: Immer vorher Bremsen, langsam in eine Kurve fahren und dann sanft aus der Kurve heraus beschleunigen. Gute Fahrt!

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